Heimliche Aufnahme einer Vernehmung kann strafbar sein

Siegel des Bundesgerichtshofs

Wer seine polizeiliche (Beschuldigten-) Vernehmung heimlich mit dem Mobiltelefon aufzeichnet, kann sich nach § 201 StGB wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes strafbar machen. Das gilt auch dann, wenn der Aufnehmende selbst vernommen wird und lediglich den Ablauf dokumentieren möchte.

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BVerfG: Keine Durchsuchung bei unverdächtigen Mitbewohnern

Das Recht auf Verteidigerwahl, § 137 StPO

Das Bundesverfassungsgericht stärkt den Schutz privater Rückzugsräume in Wohngemeinschaften. Allein das Zusammenwohnen mit einem Beschuldigten rechtfertigt keine Durchsuchung des abschließbaren Zimmers eines unverdächtigen Mitbewohners. Für Maßnahmen nach § 103 StPO braucht es konkrete Anhaltspunkte dafür, dass sich gerade dort Beweismittel befinden. Vorsorgliche Durchsuchungsbeschlüsse „auf Vorrat“ verletzen Art. 13 Abs. 1 GG. Fazit: Eine WG ist kein Freibrief zur Durchsuchung aller Zimmer.

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Kontaktloses Bezahlen mit gestohlener Girokarte

Fischer und Meyer-Goßner/Schmitt

Der BGH hat mit Beschluss vom 3. Dezember 2025 (5 StR 362/25) erneut klargestellt, wie das kontaktlose Bezahlen mit einer entwendeten Girokarte ohne PIN-Eingabe strafrechtlich einzuordnen ist. Wer mit einer geraubten oder gestohlenen Girokarte kontaktlos und ohne PIN bezahlt, begeht regelmäßig keinen Computerbetrug (§ 263a StGB). Der BGH legt die Vorschrift „betrugsspezifisch“ aus: Strafbar ist … Weiterlesen

Italien geht gegen illegales Streaming vor – Kunden geraten ins Visier

Cellebrite Extraktionsbericht

Die italienische Guardia di Finanza hat bei der Operation „Tutto chiaro“ ein großes Netzwerk für illegales Streaming zerschlagen. Über 100 Durchsuchungen, rund 200 Einsatzkräfte, Schadenssumme: geschätzte 300 Millionen Euro. Die Besonderheit: Die Ermittler zielen nicht nur auf die Betreiber, sondern auch auf die Nutzer ab.

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Keine Entschuldigung per KI

Urteil

Ein aktuelles Urteil aus Neuseeland zeigt, dass ein unkritischer Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Strafverfahren riskant sein kann. Eine wegen Brandstiftung angeklagte Frau hatte Entschuldigungsschreiben an das Gericht mithilfe von KI verfasst. Der zuständige Richter wurde misstrauisch und testete selbst zwei KI-Werkzeuge mit der Aufforderung, einen reumütigen Brief an ein Gericht zu formulieren. Das Ergebnis ähnelte den Schreiben der Angeklagten auffällig.

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BGH: Teilbare Mengen Cannabis

Das neue Cannabisgesetz (KCanG) hat in Deutschland für viele Neuerungen gesorgt und wirft in der Praxis immer wieder Fragen auf. Eine wichtige Klarstellung kommt nun vom Bundesgerichtshof (BGH). Die Entscheidung betrifft die Strafbarkeit des Besitzes von Cannabis, wenn dieses teilweise zum Eigenkonsum und teilweise zum gewinnbringenden Handel bestimmt ist.

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