Heimliche Aufnahme einer Vernehmung kann strafbar sein

Siegel des Bundesgerichtshofs

Wer seine polizeiliche (Beschuldigten-) Vernehmung heimlich mit dem Mobiltelefon aufzeichnet, kann sich nach § 201 StGB wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes strafbar machen. Das gilt auch dann, wenn der Aufnehmende selbst vernommen wird und lediglich den Ablauf dokumentieren möchte.

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BVerfG: Keine Durchsuchung bei unverdächtigen Mitbewohnern

Das Recht auf Verteidigerwahl, § 137 StPO

Das Bundesverfassungsgericht stärkt den Schutz privater Rückzugsräume in Wohngemeinschaften. Allein das Zusammenwohnen mit einem Beschuldigten rechtfertigt keine Durchsuchung des abschließbaren Zimmers eines unverdächtigen Mitbewohners. Für Maßnahmen nach § 103 StPO braucht es konkrete Anhaltspunkte dafür, dass sich gerade dort Beweismittel befinden. Vorsorgliche Durchsuchungsbeschlüsse „auf Vorrat“ verletzen Art. 13 Abs. 1 GG. Fazit: Eine WG ist kein Freibrief zur Durchsuchung aller Zimmer.

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Pflichtverteidigung bei drohender Gesamtfreiheitsstrafe

Führerschein und Urteil

Das OLG Nürnberg hat in einem aktuellen Beschluss (Ws 325/25 vom 24.04.2025) klargestellt, dass einem Beschuldigten auch dann ein Pflichtverteidiger beizuordnen ist, wenn ihm in mehreren Verfahren Strafen drohen, die voraussichtlich zu einer gesamtstrafenfähigen Freiheitsstrafe führen, welche die Grenze zur „Schwere der Tat“ im Sinne des § 140 Abs. 2 StPO überschreitet.

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Zwangsweise Entsperrung eines Handys

Siegel des Bundesgerichtshofs

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in einer aktuellen Entscheidung (Beschluss vom 13.03.2025, Az. 2 StR 232/24) klargestellt, dass Ermittlungsbehörden in Deutschland ein Smartphone zwangsweise per Fingerabdruck entsperren dürfen – vorausgesetzt, ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss liegt vor und die Maßnahme ist verhältnismäßig.

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Fehlurteil und Wiederaufnahme

Falsches Geständnis, Fehlurteil

Das Projekt „Fehlurteil und Wiederaufnahme“ an der Freien Universität Berlin hat sich zum Ziel gesetzt, Fehlurteile systematisch untersuchen und, wenn nötig, Wiederaufnahmeverfahren zu erwirken. Wenn man der Auffassung ist, zu Unrecht verurteilt worden zu sein, kann man sich direkt an die Initiatoren wenden.

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