Oliver Kremer, Rechtsanwalt

Fachanwalt für Strafrecht

Strafverteidigung

Ich bin Strafverteidiger in Köln und bundesweit. Ob ich einen Fall wie Ihren schon einmal hatte? Nun, ich verteidige seit gut 18 Jahren Beschuldigte und Angeklagte in Strafverfahren. Also: ja, bestimmt.

Weder verteidige ich nur bei bestimmten Straftaten noch lehne ich die Verteidigung bei irgendwelchen Deliken generell ab. Gleichwohl habe ich in den letzten Jahren vermehrt im Bereich des Verkehrsstrafrechts, des Wirtschaftsstrafrechts, der Eigentumsdelikte und der Gewaltdelikte zu tun gehabt.

Jeder Sachverhalt ist anders. Schildern Sie mir Ihren und ich sagen Ihnen, wie ich helfen kann. Ein erstes allgemeines Gespräch ist für Sie nicht mit Kosten verbunden.

Wozu Strafverteidigung

»Strafjustiz ist staatliche Machtausübung; Strafverteidigung ist ein Schutzschild des Bürgers vor dieser Macht.«

— Fischer, HRRS-Gedächtnisgabe für Gunter Widmaier, 2014, S. 101 [105]

Ermittlungsverfahren

Professionelle Strafverteidigung gleicht Ihr Informationsdefizit aus und stellt so Waffengleichheit mit den Behörden her.

Im Ermittlungsverfahren haben Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei das Sagen. Beide Behörden bezeichnen sich gerne als “objektiv”. Ich erlebe oft das Gegenteil. Die Ermittler behandeln belastende Umstände voreilig als feststehend und tun entlastende Aussagen als “Schutzbehauptung” ab. Die schriftlichen Protokolle geben die Aussage des Beschuldigten oder Zeugen häufig nicht zutreffend wieder. Kriminalbeamte verwickeln den Beschuldigten gerne in vermeintliche Widersprüche. Milne/Bull schreiben dazu in ihrem Buch über die Psychologie der Vernehmung1 zu Recht:

»In der Vernehmungssituation sind Ermittler taktisch eindeutig im Vorteil, zumal Tatverdächtige selten wissen, welche Informationen die Polizei bereits besitzt.«

Zudem werden die Angaben des Beschuldigten in der Regel nur sinngemäß protokolliert. Der vom Ermittler beigemessene Sinn ist aber häufig nicht das, was der Beschuldigte sagt oder sagen will. So oder so, was der vernehmende Beamte aufgeschrieben hat ist dokumentiert; unabhängig davon, ob eine Aussage unterzeichnet ist oder nicht.

Vor diesem Hintergrund rate ich von einer persönlichen Aussage bei der Polizei oder der Staatsanwaltschaft in der Regel ab. Vor einer Aussage muss die Beweislage klar sein. Der erste Blick gilt der Ermittlungsakte, in der alle Beweise dokumentiert sind. Nur wenn Sie dieselben Informationen wie die Ermittlungsbehörden haben, argumetieren Sie auf Augenhöhe. Stellungnahmen zum Sachverhalt gebe ich in der Regel schriftlich ab. Nur so ist gewährleistet, dass Ihre Sicht der Dinge korrekt in der Ermittlungsakte dokumentiert ist.

Hauptverhandlung

Im Hauptverfahren sind die Gerichte zuständig. Gerade an den Amtsgerichten finden Termine teilweise im 30 Minutentakt statt. Es ist verständlich, in einer solchen Situation Hilflosigkeit zu empfinden. Es scheint wenig Gelegenheit zu geben, die eigene Sicht der Dinge darzulegen. Und das in einem Umfeld mit unbekannten Regeln und Mechanismen. Jeder Angeklagte hat vor Gericht zwar ein Fragerecht und kann nach jeder Beweiserhebung eine Erklärung abgeben. Nur, welche Fragen stellen Sie? Wie erklären Sie, dass ein Zeuge lügt oder ein Beweismittel ungeeignet ist? Welche Reaktion ist angemessen, wenn das Gericht einen bestimmten Punkt schilcht übergeht? Was tun, wenn die Fragen des Staatsanwalts vor Suggestivkraft strotzen? Hier bedarf es viel Rechtskenntnis, Erfahrung und Überzeugungskraft. Eben eines Strafverteidigers.

Pflichtverteidigung

In gewichtigeren Fällen ordnet das Gesetz die Beteiligung eines Verteidigers an (so genannte notwendige Verteidigung, § 140 StPO). Spätestens das Gericht fordert den Angeschuldigten auf einen Verteidiger zu benennen. Wird dem Gericht nicht mitgeteilt, wer als Verteidiger tätig sein soll, sucht es für den Angeschuldigten einen Verteidiger aus. So oder so ordnet das Gericht ihm den Anwalt als Pflichtverteidiger bei. Ergreifen Sie deshalb die Initiative und suchen sich einen Verteidiger Ihres Vertrauens. Je früher, je besser.

  1. Milne/Bull, Psychologie der Vernehmung, 2003, S. 115