Weise: Auf dem Oktoberfest wird sich erbrochen

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„Wo gehobelt wird, fallen auch Späne!“, dachten sich wohl die Richter am OLG Bamberg. Sie belehrten einen Taxifahrer darüber, dass bei Oktoberfest-Besuchern nun mal damit gerechnet werden müsse, dass sie sich im Fahrzeug übergeben.

Der Taxifahrer war mit viel zu hoher Geschwindigkeit aufgefallen. Zu Rechtfertigung trug er vor, ein betrunkener Fahrgast drohte sich zu übergeben. Daher habe er eben schnell fahren müssen, um zügig einen Anhalteplatz zu erreichen. Sonst wäre sein Fahrzeug womöglich noch in Mitleidenschaft gezogen worden.

Nix da, meinten die Damen und Herren des 3. Senats beim OLG Bamberg:

Ein Taxifahrer, der zu Oktoberfestzeiten erkennbar betrunkene Fahrgäste mitnimmt, ohne Brechtüten an Bord zu haben, muss eine mögliche Verunreinigung seines Fahrzeugs durch Erbrechen der Fahrgäste in Kauf nehmen.

So kann man das wohl seh’n.

OLG Bamberg, B. v. 04.09.2013 – 3 Ss Owi 1130/13

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