Was kostet Strafverteidigung

Fragen kostet nichts

Sie können mich ohne Kostenrisiko jederzeit kontaktieren und mir Ihre Situation schildern.

In einem ersten Gespräch werde Ihnen sagen können, was ich für Sie tun kann und was im Falle einer Beauftragung in etwa an Kosten auf Sie zukäme. Entscheiden Sie sich gegen einen Auftrag, zahlen Sie nichts.

Erstberatung
Kostenerstattung durch den Staat
Kostenübernahme durch Rechtsschutzversicherung
Die Gebühren des Verteidigers
Honorarvereinbarungen
Kosten bei Pflichtverteidigung (Jugendlicher)

Erstberatung

Im Rahmen eines ausführlichen Beratungsgesprächs gebe ich Ihnen eine Einschätzung zu Ihrer Sache und zeige Ihnen Chancen und Risiken auf. Dieses Gespräch dauert in der Regel ca. 45 bis 60 Minuten. Hierfür rechne ich pauschal 119,00 EUR ab. Mit den Informationen die Sie dann haben, können Sie in Ruhe entscheiden, ob Sie mich mit Ihrer Verteidigung beauftragen oder nicht. Die 119,00 EUR werden auf ein später anfallendes Honorar natürlich voll angerechnet. Sie zahlen nicht doppelt.

Kostenerstattung durch den Staat

Falls das Verfahren mit einem Freispruch endet, werden die Kosten meiner Inanspruchnahme von der Staatskasse ersetzt.

Die Staatskasse ersetzt die „gesetzlichen Gebühren“, also das, was nach dem o. a. Vergütungsverzeichnis angefallen ist. Ich berate Sie dann gerne und stelle ggf. den Antrag für Sie.

Kostenübernahme durch Rechtsschutzversicherung

Wenn Sie rechtsschutzversichert sind, übernimmt die Versicherung ggf. die Kosten meiner Tätigkeit.

Ob Ihre Sache versichert ist, klären wir bevor Ihnen Kosten entstehen. Für Sie entstehen ggf. Kosten in Höhe der mit der Versicherung vereinbarten Selbstbeteiligung.

Die Gebühren des Verteidigers

Ansonsten gilt, wie bei nahezu jeder Dienstleistung, dass die Kosten mit dem Aufwand verbunden sind. Je höher der Aufwand, desto höher die Kosten. Die Schwierigkeit und die Bedeutung der Sache für Sie wirken sich ebenfalls auf die Höhe der Gebühren aus. Sind Sie z. B. beruflich auf Ihre Fahrerlaubnis angewiesen, steigt die Bedeutung und damit die Kosten. Welche Umstände für die Höhe der Gebühren relevant sind bestimmt § 14 RVG. § 14 RVG gilt nur, wenn die Gebühren nach dem RVG berechnet werden. In einzelnen Fällen können auch Pauschalen oder Stundensätze vereinbart werden. Das Vergütungsverzeichnis weist die einzelnen Gebühren aus und gibt jeweils einen Rahmen an. Die für das Strafverfahren relevanten Vorschriften finden sich im 4. Abschnitt des Verzeichnisses.

Für den Fall, dass das Verfahren unter meiner Mitwirkung eingestellt wird, sähe die Rechnung in etwa so aus:

1. 4100 Grundgebühr 200,00
2. 4104 Verfahrensgebühr (Ermittlungsverfahren) 165,00
3. 4141 Befriedungsgebühr (Vermeidung gerichtliches Verfahren) 165,00
4. 7002 Auslagenpauschale 1×20,00 20,00
5. 7008 19% USt. (550,00) 104,50
Gesamt 654,50

Kommt es zu einer Hauptverhandlung, sähe eine typische Kostenrechnung so aus:

1. 4100 Grundgebühr 200,00
2. 4104 Verfahrensgebühr (Ermittlungsverfahren) 165,00
3. 4106 Verfahrensgebühr (gerichtliches Verfahren, Amtsgericht) 165,00
4. 4108 Termingebühr (Amtsgericht) 275,00
5. 7002 Auslagenpauschale 2×20,00 40,00
6. 7008 19% USt. (854,00) 160,55
Gesamt 1.005,55

Hinzu kommen bei auswärtigen Terminen noch Fahrtkosten (0,30 je Kilometer) und ein zeitabhängiges sog. Abwesenheitsgeld (25,00 bis 70,00).

Honorarvereinbarungen

In manchen Fällen reichen die oben aufgezeigten Gebühren nicht, um die Tätigkeit des Verteidigers abzugelten. Insbesondere in umfangreichen Steuer- und Wirtschaftsstrafverfahren füllen die Akten ganze Regale. Die Aufarbeitung dauert Wochen und Monate. In diesen Fällen vereinbare ich eine Vergütung pro Arbeitsstunde. Im Falle eines späteren Freispruches werden die Kosten jedoch nur nach dem Vergütungsverzeichnis erstattet. Darüber hinaus gehende Kosten werden nicht erstattet. Auch Rechtsschutzversicherungen erstatten die Kosten nur nach dem Vergütungsverzeichnis, von speziellen, sehr teuren Versicherungen abgesehen.

Pflichtverteidigung (Jugendlicher)

Ich übernehme auch Ihre Pflichtverteidigung. Sprechen Sie mich hierauf gerne an.

Der Pflichtverteidiger ist keine kostenlose, vom Staat bezahlte Leistung. Es gibt Fälle in denen das Gesetz (§ 140 StPO) vorschreibt, dass ein Verteidiger hinzugezogen werden muss. Man spricht von einer „notwendigen Verteidigung“. Der Pflichtverteidiger rechnet seiner Gebühren gegenüber der Staatskasse ab. Diese Verteidigungskosten sind Verfahrenskosten, die bei einer Verurteilung vom Angeklagten gezahlt werden müssen.

Eine Besonderheit gilt bei Jugendlichen. Im Falle der Verurteilung werden Jugendlichen die Verfahrenskosten in der Regel nicht auferlegt (§ 74 JGG). Damit ist der Pflichtverteidiger dann ebenfalls „kostenlos“.